Kratzen - Ultraschall - Pulverstrahl

Bis vor einigen Jahren bedeutete Professionelle Zahnreinigung unter dem Zahnfleisch:

Abkratzen der Wurzeloberfläche mit feinen Handinstrumenten. Dabei ging immer auch ein wenig Zahnsubstanz mit weg.

Dieser Nachteil und spezielle Erfordernisse z.B. bei Implantaten sorgten dafür, dass Alternativen entwickelt wurden: Das Vector-Verfahren und ein spezielles Pulverstrahlverfahren für Bereiche unter dem Zahnfleisch. Wir können beide Verfahren anbieten, setzen aber vorwiegend den Vector ein.

 

Das Pulverstrahlverfahren

Im Gegensatz zum Pulverstrahlverfahren über dem Zahnfleisch, das wir im Rahmen der Politur von Belägen einsetzen, müssen in den Zahnfleischtaschen feinere Ansätze zum Einsatz kommen. Außerdem wird als Pulver eine spezielle Aminosäure (Glycin) verwendet, die nicht wieder aus der Zahnfleischtasche entfernt werden muss.

 

DasPulverstrahlverfahren mit Glycin ist weit verbreitet.

 

Das Verfahren geht schneller als die Zahnreinigung mit dem Vector-Verfahren, ist aber unangenehmer.

Weil entsprechende Studien Vorteile sehen, setzen wir das Verfahren bei der Reinigung von Implantatoberflächen ein. Außerdem kommt es bei Allergien auf das Vector-Fluid zum Einsatz.

Ultraschallverfahren

Ultraschallverfahren sind gleich effektiv wie das mechanische Kratzen, wie Studien gezeigt haben.

Die Schallspitzen der U/ltraschallgeräte schwingen in alle Richtungen. Dabei ist ein geringer Abtrag von Zahnsubstanz nicht auszuschließen, aber geringer als beim mechanischen Kratzen. In der Behandlung der Parodontitis ist der Ultraschall als Alternative zum Kratzen nicht mehr wegzudenken.

Das Vector-Verfahren

Das Vector-Gerät
Das Vector-Gerät

Ein Sonderfall der Ultraschallverfahren ist das Vector-verfahren, mit dem wir seit etwa 12 Jahren Erfahrung haben. Neben einem herkömmlichen Ultraschall kann man mit einem modifizierten Ultraschall arbeiten, der nur in einer Richtung schwingt. Das erlaubt ein berührungsloses Arbeiten am Zahn. Die Zahnreinigung erfolgt indirekt über ein Poliermittel, das in Schwingung versetzt wird. Dieses Fluid besteht aus Hydroxylapatit, der Grundsubstanz der Zahnhartgewebe. Ein Substanzverlust wird dadurch nahezu verhindert.

 

In der Erhaltungsphase der Parodontose-Behandlung ist der Einsatz des Vector ebenso effektiv wie bei der professionellen Zahnreinigung.

 

In der Behandlung der Parodontitis ist das Vector-Verfahren eine Ergänzung zur herkömmlichen Ultraschall-Behandlung, die dann mit demkselben Gerät erfolgt oder zum mechanischen "Scaling-Root-Planning" (SCR).

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